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Donnerstag, 17. Juni 2021
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    Die Sache mit dem Estrich

    Man kann die Wände seiner Wohnung mit Bildern behängen; man kann den Boden weitflächig mit Teppichen belegen. Und doch lässt sich der Zustand von Wänden und Böden nicht für lange Zeit unter den Teppich kehren. Beide gehören zu den renovierungsanfälligsten Zonen des Hauses, besonders die Wände.

    Immerhin fallen Wand und Boden in die Sphäre klassischer Heimwerkertätigkeiten. Das senkt die Kosten und kann durchaus Spaß machen. Wände zu streichen und zu tapezieren ist für viele Leute ohnehin Routine, da sich der Vorgang turnusmäßig wiederholt. Zwar denkt man nach vollendetem Werk: Das muss jetzt erstmal für ein paar Jahre reichen, aber die Jahre vergehen schnell, und die Wände haben es bald wieder nötig.

    Anders verhält es sich mit dem Boden des Bodens, dem sogenannten Estrich, besonders wenn er von Grund auf neu eingezogen wird. Wer noch nie einen Estrich verlegt hat, sollte damit vielleicht im äußersten Winkel des Gartenhauses anfangen, zu Übungszwecken, und sich langsam für das Wohnzimmer qualifizieren.

    Estrich bezeichnet einen fugenlosen Fußboden, egal ob in Garage, Bad oder Wohnzimmer. Die Oberflächen von Bodenplatten und Geschossdecken sind, sobald der Rohbau vollendet ist, noch uneben und unansehnlich. Deshalb muss eine Deckschicht drauf, der Estrich.

    Was macht ihn so kompliziert, dass das Hinzuziehen eines Fachmanns alles andere als eine Niederlage für den Heimwerkerstolz bedeutet? Estrich muss sauber und lotrecht aufgetragen werden. Das ist unabdingbar, denn er bildet die Grundlage für alle Bodenbeläge. Ob Fliesen oder Parkett – sie alle werden auf Estrich verlegt.

    Bevor es mit dem Verlegen losgeht, muss der Untergrund, meist mit Beton, vorbereitet werden. Dazu werden an den Wänden ringsherum Randdämmung und  Dämmplatten angebracht. Auf die Dämmplatte wird eine Polyethylenfolie-Folie gelegt, die als Trennschicht zwischen der Dämmplatte und dem Estrich dient und sowohl die Funkltion einer Dampfsperre oder Dampfbremse erfüllen kann. Ein Fachmann kennt sich hier besser aus als der Laie, und er weiß auch, ob eventuell zwei Folien vonnöten sind.

    Der Estrich muss angemischt werden – und zwar im möglichst perfekten Mischverhältnis von Estrich und Wasser. Verwendet wird dazu eine Betonmischmaschine. Der fertig angemischte Estrich wird auf die PE-Folie geben. Die Estrichmasse kann mit einer Schaufel auf dem Boden verteilt werden und sollte ca. vier Zentimeter dick sein. Der gleichmäßig verteilte Estrich kann mithilfe einer Abziehplatte abgezogen werden. Wichtigstes Hilfsmittel ist hierbei die Wasserwaage, denn der Estrich muss zur Vermeidung eines unebenen Untergrunds unbedingt lotrecht abgezogen werden.

    Nachdem der Estrich aufgetragen und abgezogen wurde, muss er mit einem Reibebrett oder einem Stahlglätter geglättet werden. Zuletzt muss der Estrich aushärten und trocknen. Die Trockenzeit beträgt zwischen 2 und 30 Tagen. Schneller geht das beim Trockenestrich, da ist der Boden innerhalb von 24 Stunden zu begehen; allerdings ist sdiese Variante um Einiges teuerer. Auch in dieser Frage sollte der Rat eines Fachmanns willkommen sein.

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