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Düren
Mittwoch, 28. September 2022
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    Klimawandel und Eigenheim: Was jetzt zu tun ist

    Der Klimawandel macht nicht vor deiner Haustür halt. Und da die Welt es wohl nicht schaffen wird, die Klimaerwärmung auf ein Minimum zu reduzieren, ist es wichtig, dass du dich darauf schon einmal einstellst. Du fragst dich, wie du dein Eigenheim vor den Folgen des Klimawandels schützen kannst? Wir sagen dir, worauf du beim Schutz deiner vier Wände achten musst.

    Hitze und Unwetter: Probleme fürs Eigenheim

    Auch in unserem Landkreis Düren waren wir vom Hochwasser im Sommer betroffen – auch wenn wir vergleichsweise verschont geblieben sind. Es ist also nur folgerichtig sich damit zu beschäftigen, wie du dein Eigenheim sicherer gestalten kannst. Denn die Gefahren sind real und nehmen durch den Klimawandel zu.

    So gibt es mehr als doppelt so viele Hitzetage als noch vor 30 Jahren und Experten gehen davon aus, dass diese zunehmen werden. Damit einher gehen immer mehr tropische Nächte, wo die Temperaturen nicht unter 20 °C fallen. Das kann gesundheitliche Auswirkungen haben.

    Starkregen, wie im Sommer, wo über mehrere Tage hinweg viel Regen fällt, wird ebenfalls immer häufiger und in regelmäßigeren Abständen kommen. Das bedroht die Infrastruktur, also auch die eigenen vier Wände.

     

    Strom und Heizen: noch zeitgemäß?

    Ungefähr 17 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland werden von privaten Haushalten verursacht – privater Konsum nicht miteingerechnet. Dies liegt vor allem an den Aspekten Strom und Heizen, die mehr als ein Drittel der CO2-Emissionen im privaten Umfeld ausmachen.
    Der Grund liegt hierbei häufig bei der Stromversorgung. Denn nach wie vor kommt ein großer Teil des Strommixes aus fossilen Energieträgern wie Kohle oder Öl. Außerdem heizt noch fast jeder vierte deutsche Haushalt mit Heizöl. Diese Aspekte bedingen direkt den Klimawandel.

    Modernisierungsmaßnahmen für weniger CO2-Ausstoß

    Wenn wir dem etwas Gutes abgewinnen können, dann den Punkt, dass ein jeder von uns das ändern kann. Durch minimalen Verzicht, vor allem aber durch gezielte Modernisierungsmaßnahmen lässt sich viel machen. Denn am Ende kommt es auf uns alle an, die Welt auch für die nächsten Generationen lebenswert zu halten. Und am besten fängt man damit bei sich selbst an.

    Heizung austauschen mit Förderung

    Die Ölheizung haben wir schon erwähnt. Ab 2026 wird diese definitiv Geschichte sein – jedenfalls in der Regel. Denn ab dann dürfen keine reinen Ölheizungen mehr verbaut werden. Hybridheizungen, die sowohl fossile als auch regenerative Energien verarbeiten, werden weiterhin erlaubt sein. Außerdem gibt es Ausnahmen, wenn keine andere Heizmöglichkeiten bestehen außer eine Ölheizung.
    Glücklicherweise gibt es heutzutage viele Alternativen aus erneuerbaren Energien, etwa Solarthermie, Biomasse oder Wärmepumpe. Diese sind ökologischer und leisten einen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Ein weiterer Vorteil für dich: Du machst dich mit solchen Heizungsanlagen unabhängig von steigenden Gas- und Ölpreisen. Somit sparst du auf langer Sicht bares Geld.

    Alles dicht? Fassade klimafit machen

    Ein Haus, das nicht energetisch saniert ist, verliert viel Energie. Allein über die Wand geht 20 bis 25 Prozent der Energie verloren. (So viel Energie verliert dein Haus.) Bei Fenster und Türen sind es genauso viel. Und übers Dach gehen weitere 15-20 Prozent der Energie unwiderruflich verloren. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel. Es macht daher Sinn, die Außenfassade professionell zu dämmen. Damit einher geht auch eine erhöhte Lebensqualität für dich.

    Du musst allerdings nicht gleich dein ganzes Haus sanieren. Auch die schrittweise Modernisierung sorgt schon für eine bessere Klimabilanz und einen erhöhten Wohnkomfort. Die effektivste und wirtschaftlich sinnvollste Dämmung ist jene des Daches. Denn diese Sanierung schränkt dich im Alltag wenig ein und ist recht schnell umgesetzt.

    Auch kann es sich für dich lohnen über den Austausch von alten Fenstern und der Wohnungstür nachzudenken. Denn gerade alte Fenster sind nicht immer ganz dicht, weshalb hier viel Energie verloren geht. Gleichzeitig sorgen moderne Fenster für eine höhere Lebensqualität, da sie sicherer sind und auch besser vor Lärm schützen.

    Smart die Hitze aussperren

    Heutzutage kannst du auch auf smarte Lösungen zurückgreifen, um der Hitze in deinen vier Wänden Herr zu werden. Das ist nicht nur gut für das Klima, sondern erhöht auch den Wohnkomfort. Etwa mit smarten Fenstern mit integriertem Rollladen. Diese kannst du so programmieren, dass sie bei direkter Sonneneinstrahlung automatisch herunterfahren. Das ist nicht nur praktisch, sondern du sparst damit auch Energiekosten, da beispielsweise die Klimaanlage nicht unnötig aktiviert werden muss. Und darüber freut sich auch das Klima.
    Das ist zu wenig ausgefallen für dich oder zu wenig puristisch? Dann sind Fenster aus thermochromen oder photochromen Glas was für dich, die die Scheibentönung anpassen, je nach dem wie stark die Sonneneinstrahlung und die Temperatur auf dem Glas ist. Und all das ist im Glas mit verbaut, womit du weder Rollos, Jalousien oder Vorhänge brauchst. Es gibt aber auch thermochrome und photochrome Sonnenschutzfolien, mit denen du deine Fenster selbst und einfach nachrüsten kannst.

    Während thermochromes Glas auf die Sonneneinstrahlung und die Temperatur des Fensterglases reagiert, ändert photochromes Glas nur aufgrund der US-Strahlung seine Tönung. In Summe ist thermochromes Glas besser geeignet, da im Winter es ja durchaus auch zu Sonneneinstrahlung kommt und du in diesem Fall vielleicht auch gerne etwas Sonnenlicht in deinem Zuhause haben möchtest. Auch bei diesen Gläsern sind die Vorteile offenkundig: Sie sind praktisch, komfortabel und reduzieren die Energiekosten. Denn im Sommer sparst du dir die Kosten für die Betreibung der Klimaanlage und im Winter Heizkosten, wenn durch die Sonneneinstrahlung dein Zuhause aufgewärmt wird. Und auch davon profitiert wiederum das Klima.

    Lass deine Wand mit dem richtigen Anstrich atmen

    Es mag auf dem ersten Blick widersprüchlich sein: Auf der einen Seite sollen Fassade, Dach und Fenster dicht sein. Auf der anderen Seite sollen die Wände aber atmen, also luftdurchlässig sein. Bei genauerem Hinschauen macht es aber Sinn. Denn die verbrauchte Luft in den Innenräumen muss entweichen können, damit es zu keinen feuchten Wänden und in der Folge zu Schimmelbildung kommt. Außerdem müssen Gerüche sowie Kohlendioxid entweichen können.
    Wie gut, dass es hierfür den passenden Anstrich für die Innen- sowie Außenwände gibt. Bewehrt haben sich dafür Leim- sowie Kalkfarbenanstriche. Diese sind atmungsaktiv und haben keine Nebenwirkungen. Also auch für Allergiker bestens geeignet. Binderfarbenanstrich beispielsweise haben diese Eigenschaft nicht, da sie Kunststoffzusätze beinhalten und die Wand komplett abdichten.
    Leimfarbenwände sind eine gute Wahl für Innenräume, da sie nicht wasserabweisend sind. Dafür sind sie günstig und leicht aufzutragen. Kalkfarbenanstriche eignen sich sowohl für Außen- als auch Innenwände. Aufgrund ihrer Witterungs- und Temperaturbeständigkeit sind sie ideal für Küchen, Bäder oder eben Fassaden. Dafür ist der Anschaffungspreis höher.

    Förderungen für deine energetische Sanierung

    All diese Modernisierungsmaßnahmen werden staatlich über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert, aber auch der Kreis Düren bietet Förderprogramme für energetische Sanierungen. Ob moderne Heizungsanlage, dichte Fassade oder neue Fenster – für all das gibt es zinsgünstige Kredite oder Investitionszuschüsse. Sprich am besten einmal die Spezialisten der Sparkasse Düren darauf an und finde heraus, welche Fördermittel genutzt werden können.

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