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Samstag, 3. Dezember 2022
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    Das alte Haus – plötzlich Herzenssache

    Ein Haus, so wie man es immer schon haben wollte – große, offene Küche, Sauna im Badezimmer, eine Waschküche mit allem Drum und Dran, Fernwärme, neueste Technik, Whirlpool im Schlafzimmer – wer baut, kann sich seine Träume verwirklichen. Voraussetzung ist: das Geld reicht, man findet das richtige Grundstück und den passenden Bauunternehmer, der das Wunschhaus Stein für Stein Wirklichkeit werden lässt. 

    Bauen bedeutet: keine Kompromisse eingehen, keine Bestandsimmobilie kaufen, in der die eigenen Wünsche nur bedingt umgesetzt werden können. Bauen bedeutet aber auch: wer nicht über ausreichend Kapital verfügt, braucht einen speziellen Kredit, denn ein Hausbau zieht sich über Monate, im Schnitt eineinhalb Jahre, hin. Das setzt einen langen Atem voraus und Grundkenntnisse. 

    Grundkenntnisse, wozu das? Schließlich will man ja nicht höchstpersönlich Stein auf Stein setzen! Richtig indes, wer nichts vom Bauen versteht, trifft auf der Baustelle auf Profis, die sich in einer Fachsprache austauschen. Da muss der Bauherr auf dem Quivive sein. Er muss wissen, warum was wie anders gemacht wurde als ursprünglich geplant. Immerhin geht es um die eigenen vier Wände. Das alles kann an den Nerven zehren, um es konkret zu sagen. Bauverträge müssen sicher sein, von Sachverständigen überprüft werden. 

    So ist nur zu verständlich, dass manch einer lieber eine fertige Immobilie erstehen will, die zeitnah bezogen werden kann. Keine Besuche auf der Baustelle, lieber hier und dort die alten Fliesen erneuern, Wände streichen, dafür schnell ins eigene Heim kommen. 

    Bauen oder kaufen – zwei große Schritte. 

    Wer sich für den Hauskauf entscheidet, hat nur die Wahl unter den Objekten, die der Markt bietet. Das bedeutet zunächst einmal: Abstriche an den eigenen Wünschen und Plänen gehören unabdingbar dazu. Andererseits verliebt man sich auch nicht (oder höchst selten) in den Partner, den man sich vorher ausgemalt hat; die Liebe kommt über einen, plötzlich ist sie da. 

    Genauso verhält es sich bei der Bestandsimmobilie. In Gedanken werden noch die negativen Seiten summiert: Die Größe hatte man sich anders vorgestellt, die Raumaufteilung passt auch nicht wie gewünscht, aber irgendwo ganz tief im Herzen pocht doch schon bei der ersten Besichtigung eine noch uneingestandene Sympathie für diesen sehr charaktervollen und vorzeigbaren Altbau. Und außerdem weiß der Käufer, welche Kosten auf ihn zukommen. Was beim Neubau bekanntlich nicht immer Fall ist, weil im Laufe der Bauzeit mancherlei Überraschungen auftreten können. 

    Wer aber beim Kauf einer Immobilie Glück hat, macht ein Schnäppchen, das sich Schritt für Schritt – soweit die Finanzen es zulassen – zu einer hochwertigen Immobilie modernisieren lässt. Einziger Haken: besonders günstige Altbauten müssen energetisch grunderneuert werden. Dämmung, Elektrik, Wasserrohre, Dach – das alles kann den Schnäppchen-Kauf verteuern. 

    Kaufen bedeutet also: weniger zeitlicher Aufwand, womöglich weniger Kosten als beim Bau einer Immobilie. 

    Dafür kann der Teufel im Detail stecken, konkret: in der Sanierung. Andererseits genießen Käufer, vielleicht mehr als mit sich selbst beschäftigte Bauherren, den Vorteil der Muße. In aller Bedachtsamkeit nehmen sie Nachbarschaft und Umgebung unter die Lupe , prüfen, was das für Leute sind, die nebenan wohnen, und informieren sich, ob  Baupläne der Stadt anstehen, die Lärmbelästigung oder Kosten, etwa für Straßensanierung, mit sich bringen. Überspitzt formuliert: Gegenüber den Bauherren hat der Altbaukäufer Kopf und Hände frei.    

    In beiden Fällen aber gilt der Grundsatz: je mehr Eigenkapital – auch in den Zeiten des niedrigen Zinssatzes – desto besser. 

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